Another BRYK in the wall of fame

Another BRYK in the wall of fame

Das Wetter in Berlin ist nass und stürmisch. Ich hatte kürzlich von einem kleinen Laden im Prenzlauer Berg gelesen, der köstliche Germknödel serviert. Eine junge Hamburgerin hat sich hier ihren Traum verwirklicht und serviert Germknödel mit unterschiedlichen Füllungen. Ich hatte Bärbel, mit Ziegenkäse-Honig-Walnuss-Füllung, Rucolapesto und Cranberries. Saulecker und auch die anderen Namen lassen Gutes erwarten.

Gestärkt und gut gewappnet ging es heute mal in eine Bar, die nicht im Mixology Guide erwähnt wird und auch nicht dort erwähnt werden will, wie ich später erfuhr. „Avantgarde Drinking“ steht am Fenster. Am Eingang empfing mich zunächst die Klingel, was für mich gleich das erste Zeichen einer guten Bar darstellt. Die Bryk Bar ist eine elegante, dunkle und sehr sachliche Bar. Es gibt einen langen dunklen Tresen und bequeme Sessel mit kleinen Holztischen. Der Stil ist grau-schwarz skandinavisch. Die Beleuchtung ist angenehm dezent und der Fokus der Lichtkegel liegt auf den Drinks. Ein sehr angenehmes Ambiente und besonders angetan hat es mir das Rückbuffet. Nichts lenkt hier ab, es gibt die schwarze glasierte Ziegelsteinwand mit dem schrägen Regal bestückt mit zahlreichen Spirituosen, sonst stehen da weder Gläser noch Dekoration. Der Bartender und Besitzer ebenfalls dunkel und elegant gekleidet. Die Karte wird auf einem Klemmbrett gereicht, es gibt Wasser und Popcorn mit Dill. Popcorn gibt es auch im Gekkos und ich finde das besser als Nüsse und Oliven. Man kann hier auch geschmacklich viel varieren. Schade, dass das nicht mehr Bars so machen. Aber zurück zur Karte, die den klaren Schwerpunkt der Bar zeigt. Alle Drinks sind selbst entwickelt und klingen tragen interessante Namen. Die Präsentation der Cocktails erfolgt ebenfalls elegant und durchdacht. Die Drinks werden auf grauen Filzuntersetzern serviert und alles ist sehr gepflegt.

Ich startete mit meinem ersten Drink, einem Mezcal Cocktail mit Federweisserlikör und Absinth. Ein wenig zu süß, aber ein guter Start. Es folgte die No.12 mit Ardbeg und Serrano infusioniertem PX, was schon mehr nach meinem Geschmack war. Da ich leider so schnell nicht mehr nach Frankfurt ins Parlour komme und meinen geworfenen Greenpoint genießen kann, versuchte ich die Variante im Bryk. Ich bilde mir ja nach wie vor ein, dass der Greenpoint geworfen besser schmeckt. Als letzten Drink gab es einen Gin Cocktail mit dem eigenen Hausgin. Dieser Cocktail war das Dessert zum Abschluss eines sehr langen Cocktailabends. Die Zeit verging wie im Flug und ich war fast 6 Stunden dort. Im Untergeschoss bei den Waschräumen befindet sich noch ein kleiner Raum mit einem schönen Holztisch und Sitzplätzen. Außerdem veranstaltet das Bryk regelmäßig Events, die sehr verlockend klingen. Das war ein schöner Abend in einer sehr angenehmen und ruhigen Bar. Die Musik war zum Glück auch nur unterstützend und ich habe endlich für mein Barometer eine Bar für die Eigenschaften kühl, sachlich und herb gefunden.

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