Das Wochenende der Superlative – Essen meets Trinken

Das Wochenende der Superlative – Essen meets Trinken

Hamburg beherbergt das beste Restaurant und die beste Bar. Hier wird ganz nach meinem Geschmack gekocht, geschüttelt und gerührt.

Thomas Imbusch ist mein Lieblingskoch und das Madame X großartig. Wir kamen etwas früher und das kleine Madame X war noch schön leer. Ein Gin Sul bildete den Auftakt für das Hamburger Wochenende. „Schlichte Küche“ ist das neue Motto des Madame X. Das Menü war größtenteils regional gehalten und das Highlight der Gänge, nämlich das karamellisierte Sauerteigbrot auf Sauerkrautsud mit leckerer Creme und Kaviar war so beeindruckende, dass wir das neben der Tatar-Eistüte nochmal serviert bekamen. Von Maren gab es einen tollen Dessertwein zum unglaublichen Nachtisch. Hier ist alles perfekt, von der Qualität des Essens, den Zutaten, dem Service und dem Ambiente. Jeder Besuch ist immer wieder ein einzigartiges Erlebnis, kulinarisches Abenteuer und überwältigend.

Le Lion - KopieDas Le Lion war mein Ziel am Sonntagabend. Mit Herrn Kappes hatte ich nicht hinter der Bar gerechnet und bestellte ohne ein Zögern einen Greenpoint. Diesen Drink mag Herr Kappes selbst sehr gerne und die Balance zwischen dem Wermut und den restlichen Zutaten war perfekt. Es folgte eine Kreation von Herrn Kappes, die ich schon vergessen hatte. Das mag daran liegen, dass der Drink durch seine Spirituose limitiert ist. Wie ich erfahren habe sind wohl noch ca. 30 Flaschen des Glenfarclas vorrätig. Der Cus D’amato ist schon ein Brett und meine Geschmacksknospen erinnerten sich sofort. Mittlerweile schlug auch der Alkohol unbarmherzig zu und ich bestellte ein paar Kanapees, die so hübsch auf einer Etagere serviert werden.

Normalerweise drehe ich mich nicht beim Eintreten neuer Gäste um, aber es war plötzlich eine Präsenz im Raum, die mich umdrehen ließ. Da stand Herr Imbusch mitten im Le Lion. Gerade hatte ich von dem Menü geschwärmt und da standen mein Lieblingskoch und mein Lieblingsbartender in einem Raum. Neben mir waren noch zwei Plätze frei und Herr und Frau I. nahmen neben mir Platz. Das war eine Überraschung und ich war leicht geplättet. Nachdem ich mich etwas erholt hatte war es Zeit für einen weiteren Drink. Es gab eine weitere Kreation von Herrn Kappes. Ich wollte etwas heimatlich Erdiges mit viel Lagavulin, und bekam einen schokoladigen Nachtisch. Er hatte verstanden was ich meinte. Einen Drink auf den Leib geschneidert zu bekommen, bedeutet verstanden worden zu sein.

Vielen Dank Herr Kappes!!!

Der Abend war großartig und verging leider viel zu schnell. Mir blieben plötzlich nur noch 15 Minuten zum Bahnhof und das war sehr sportlich. Ich schnappte mir ein Taxi, sprang in den letzten Zug und rollte Richtung Berlin. Der Schaffner kontrollierte mein Ticket mit den Worten, „sie haben ja jetzt eineinhalb Stunden sich zu entspannen“.

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