Der hundertste Beitrag

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geht an die Bar Zentral.

EinblickIch hatte aus verlässlicher Quelle erfahren, dass unweit meiner Arbeitsstätte eine neue Bar eröffnet. Details geheim, aber ich „stalkerte“ bereits während des Umbaus der Bar unter den S-Bahn Bögen gegenüber des Theaters des Westens auf der Kantstraße herum. Der lange Holztresen und die Rückwand hatten mir schon gut gefallen und ließen auf professionelle Drinks hoffen. Leider verpasste ich die Eröffnung Ende August, aber heute sollte es dann nach der Arbeit endlich soweit sein.

Eigentlich, gefährliches Wort, sollte es nur ein kurzer Feierabend-Drink werden. Die Bar öffnet bereits um 17 Uhr, was eher selten ist, und befindet sich zudem auch nur ein paar Kilometer von meinem Zuhause entfernt, also beste Voraussetzungen. Jetzt kommt das „aber zum eigentlich“, aber wie das meist mit den Plänen so ist, fuhr ich drei Drinks, viel Champagner und ein bisschen Gin & Tonic später ziemlich angetüddelt erst gegen 2 Uhr nach Hause.

Die Bar und die Gastgeber haben mir super gut gefallen. Das klassische und entspannte Konzept, der Industriecharme und das Rattern der S-Bahnen über dem Kopf, gepaart mit der Eleganz der Einrichtung ist eine tolle Kombination. Ich fand am Eingang meine obligatorische Klingel und wurde herzlich empfangen. Meine Garderobe wurde hinter einem schwarzen Vorhang verstaut, und ich nahm Platz an dem langen breiten Holztresen. Es gibt auch ein paar Sitzecken, aber hier sitzt man hauptsächlich an der Bar, perfekt für mich. Es gibt kein Rückbuffet mit vielen Flaschen, sondern ein ruhiges schwarzes Schranksystem über die Länge der Bar. Dieser Schrank beherbergt eine ganze Menge. Die Spirituosen finden sich in Vertiefungen in der Bar in einheitlichen Flaschen abgefüllt. Die Stühle sind bequem und haben Glitzerelemente auf der Fußablage. Die sympathischen Bartender dezent und ohne Glamourallüren stehen wenige Zentimeter erhöht. Die klassischen Drinks werden auf Leinentüchern serviert, deren Stoff ausgesucht und antik ist. Man findet immer wieder schöne und durchdachte Details. Die Gäste sind entspannt und durchmischt.

Beim Blick auf die Karte finde ich neben den klassischen Drinks, einen mir bekannten Drink aus dem Seven Swans & The Tiny Cup. So kam ich recht schnell mit den Bartendern und auch Inhabern ins Gespräch. Ich bestellte den Drink „Stella“, danach einen leichten Drink mit Gin 😉 Eisenkraut und Chartreuse. Als der Drink seine angenehme Kühle zu verlieren begann, bekam ich ein frisch geeistes Glas. Der Service ist aufmerksam und dezent. Ich hatte immer Wasser und als ich etwas ins Straucheln kam, ob der Menge des Alkohols, da gab es auch eine Kleinigkeit zu essen. Das kam auch aus dem großen geheimnisvollen Schrank. Danach folgte eine schöne „Old Fashioned“ Variante mit selbst eingekochten Zucker (was genau weiß ich nicht mehr) und etwas Thymianlikör. Alles sehr schmackhaft und die Zeit schritt voran. Ich wechselte meinen Platz an den Anfang der Bar und unterhielt mich mit einem Bartender, der zwischenzeitlich Gast wurde. Es folgte Champagner, G&T und ein kleiner Laphroaig Shot und dann war es Zeit zu gehen. Das war einer dieser Abende, die nicht enden sollten, wunderbar. Eine tolle Bar, sehr entspannt mit Musik vom Plattenspieler.

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