Die Bar Zentral und ihr Nachbar The Hat

Die Bar Zentral und ihr Nachbar The Hat

Anlässlich eines Besuchs aus der Heimat zogen wir nach einer Stärkung mit einem mittelmäßigen Burger Richtung Bar Zentral. Eine neue Barliebe unweit meiner Arbeit und meines Zuhauses. Direkt neben der Bar Zentral hat fast zeitgleich eine Jazz Bar aufgemacht The Hat. Bisher hatte ich immer interessiert das Rückbuffet aus der Ferne betrachtet, doch hineingelockt hat mich nicht wirklich etwas. Anders an diesem Abend, denn ich sah ein paar vertraute Gesichter durch die große Glasfront hinter der Bar stehen. Drei Nächte hatte das Rum Depot die Bar The Hat gekapert und servierte Rum mit Jazz.

Zunächst ging es aber eine Tür weiter und ich klingelte. Wir wurden herzlich empfangen und nahmen an der Bar Platz. Das ist auch das Herzstück des Raumes und geht von der einen Seite des S-Bahn Bogens bis fast zur anderen. Ich mag die Atmosphäre dieser Bar und die entspannten Bartender dahinter. Unprätentiös werden hier leckere Klassiker zubereitet und auf einem Leinendeckchen mit viel Wasser dazu serviert. Das Sitzgefühl ist sehr angenehm, da die Barhocker eine große runde Sitzfläche haben und man außerdem ausreichend Abstellplatz für die Füße hat. Der gemütliche Teil des Abends startete nun. Ich eröffnete mit einem „Aviation“ den Abend und lies einen weiteren Gin Drink folgen. „Bronx“ ist ein schöner Stadtteil von New York am Gin River, wobei „Manhattan“, „Greenpoint“ und „Brooklyn“ Richtung Whiskey liegen.

Dem Gin folgte zur Einstimmung auf den Besuch eine Bar weiter ein kleiner „Ti Punch“. Erfrischt ging es dann hinüber in The Hat. Es gab ein Plätzchen am Kopfende der Bar. Die Bar hat die gleichen braunen Backsteine wie die Bar Zentral, ist etwas breiter, da sich die Toiletten an dem einen Ende der Bar befinden und auch wesentlich kleiner sind. Es gibt einen riesigen Spiegel und davor reihen sich einige gute Spirituosen auf. Wir bekamen die Karte des Abends und wir stiegen natürlich um auf Rum. Davor probierte ich aber noch Nicolas Krögers Gin H.G.S.B. Genauso ist es „How Gin Should Be“. So stelle auch ich mir einen Gin vor, nämlich mit viel Wacholder und etwas Frische. Weiter ging es mit einem abgewandelten New Yorker Stadtteil, dem „Walnut Manhattan“. Der Walnusswermut, wieder ein Produkt von Nicolas Kröger, aus grün geernteten Walnüssen lang eingelegt in Rioja-Wein, passte hervorragend zu dem Rum. Ich hatte die Jungs aus dem Rum Depot noch nie hinter der Bar erlebt, aber ich war begeistert. Von den Drinks wie auch den Gastgeberqualitäten. Die Livemusik empfand ich eher als Hintergrund, sie war aber ganz gut. Zum Abschied gab es für mich und meine Begleitung einen „Old Cuban“ mit ganz viel Minze und Champagner. Ich hatte diesem Drink bisher wenig Beachtung geschenkt und mich auch bei Champagnercocktails eher zurückgehalten. Abgesehen von den „Seelbachs“ im Immertreu. Unser Zustand verlangte noch nach einer Currywurst und dann ging es auch schon mit dem Taxi nach Hause.

Zwischenzeitlich war ich auch mal wieder im Rum Depot und bin mit einem großen Karton an Köstlichkeiten nach Hause gefahren. Dazu findet man dann demnächst mehr Informationen an dieser Stelle.

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