Duke Ellington

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Hotelbars mag oder nicht, aber ich hatte eine Verabredung und startete einen neuen Versuch in der Duke Bar im Ellington Hotel. Ein wunderschönes Gebäude aus den goldenen Zwanzigern mit einer schlichten Bar und schöner musikalischer Untermalung. Der Jazz ist hier mit dem JazzRadio 106.8 Live-Studio beheimatet. Der Raum ist für meinen Geschmack zu hell und zu weit, aber das Gefühl verflog nach einer Weile. Aus ein paar Metern Entfernung betrachtete ich das Geschehen hinter der Bar. Meine Begleitung hatte bereits einige Drinks Vorsprung und ich drängte nicht darauf direkt an der Bar Platz zu nehmen. Ich bekam die Karte gereicht und war erleichtert einige Klassiker zu finden. Der junge Bartender nahm meine Bestellung eines „Last Word“ auf, schaute mich an und meinte „das ist aber ein starker Drink“. Sicherlich nett gemeint und auch richtig, aber ich versicherte ihm, dass ich das wisse. Viel Limette und ein schöner Chartreuse Geschmack. Zum starken Drink vermisste ich allerdings das Wasser, welches auf meine verwunderte Nachfrage mitsamt der Erklärung, dass man in einer Hotelbar kein Wasser bekomme, weil man ja was verdienen will und das hier auch keine Szenebar sei, serviert wurde. Ich habe dazu dann mal nichts weiter geäußert. Erinnerte mich aber an mein schlechtes Erlebnis in der Amano Bar (auch eine Hotelbar).

Zum Glück fragte der sichtlich erfahrenere Bartender nach einem weiteren Wunsch und ich wechselte zu einem „Sazerac“, halb Cognac, halb Rye, rund und harmonisch zubereitet. Ein netter Abend mit dem Schwerpunkt auf Unterhaltung und nicht Barbesuch, von daher wollte ich nicht zu kritisch sein 🙂

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