Erstes Barwochenende in Berlin

Erstes Barwochenende in Berlin

Erstes Barwochenende in Berlin und der Besuch meiner drei Favoriten Lebensstern, Limondier und Buck & Breck.

In die Bar Lebensstern wollte ich schon so lange und so führte mich mein erster Weg gleich in die legendäre Bar. Die Bar befindet sich im ersten Obergeschoss über dem Café Einstein in einer wunderschönen alten Villa. Es erwartete mich eine klassische Bar mit Herrenzimmer und zwei Salons. Rundherum Vitrinen mit einer unglaublichen Auswahl an Rum, Gin und Whisky. Es handelt sich hier um die wohl größte Sammlung an Rum und Gin in Europa. Ein wahrer Augenschmaus und ich hatte Herzrasen bei den vielen Raritäten.

An der Bar erwartete mich die Barchefin Cordula Langer und an dieser Stelle ist es Zeit mit dem Vorurteil, Frauen haben nichts hinter der Bar zu suchen, aufzuräumen. Die Drinks waren sehr fein abgestimmt. Der Blood & Sand mit Mezcal traf sowohl meine Stimmung als auch meinen Geschmack. Diese Bar ist grandios und man fühlt sich sehr mondän. Ein bisschen 20er, aber auch ein bisschen wie im Museum.

Limonadier

Der Abend war noch früh und es ging weiter Richtung Kreuzberg ins Limonadier. Die Tür kann nur von innen geöffnet werden und man wird zunächst persönlich begrüßt. Dezentes Licht, schöne Farben, tolle Bar und wir ergattern einen Platz direkt vor den Meistern. An der Wand findet sich ein riesiges Portrait der Ikone der Barkultur Harry Johnson. Die Bartender kredenzen alte Rezepturen mit hausgemachten Zutaten, beraten kompetent und sind äußerst aufmerksam. Diese Bar steht auf meiner Rückkehr-Liste. Der Abend war fabelhaft.

Buck & Breck folgte am nächsten Abend. Wir waren zu früh und der Abend noch etwas schleppend. Wir entschieden später nochmal wiederzukommen und erhielten eine Visitenkarte mit eingestanzter Telefonnummer.

Die Amano Bar befindet sich in der Nähe und wir dachten, wir werfen in die Bar mit der Auszeichnung „Barteam des Jahres 2013“ mal einen Blick. Ausgezeichnet bedeutet nicht immer auch ausgezeichnet. Eine stylische Hotelbar, aber die Karte schreckte mich mit vielen wodkalastigen Cocktails eher ab. Das Barteam des Jahres 2013 enttäuschte mich mit einer sehr unbefriedigenden Beratung. Der Bartender lehnte sich etwas zu überheblich auf der anderen Seite der Bar auf die Theke und beriet mich nur sehr widerspenstig. Meine Frage nach einer entsprechenden Spirituose für meinen Sazerac, beantwortete er damit, dass ich mir das aussuchen könnte. In der Tat kann ich mir das aussuchen, aber ich lasse mich auch gerne beraten. Um es kurz zu machen, der Drink war okay, die Bar ganz nett, und ein klarer Favorit auf der Liste „da-will-ich-nicht-mehr-hin“.

Zurück ins Buck & Breck, zurück in die Welt des Services und der wahren Cocktails. Die Geschichte dazu folgt in einem eigenen Bericht.

Der verkaufsoffene Sonntag im Bikinihaus lud zu einer Shoppingtour ein. Die Monkey Bar, auf dem Dach des 25Hours Hotels, verspricht „great drinks & beautiful view“. Der Ausblick über die Berliner Skyline und den Zoologischen Garten ist brilliant. Weiterhin war das für mich eine erneute Lehrstunde in Sachen Barmaids. Sabrina belegte den Platz 6 auf den Barmaid Olympics 2014 und verführte mich zur Mittagszeit zu einem Tequila Cocktail. Ich verschweige den leckeren alkoholfreien Drink nun doch nicht, auch wenn wir uns alle darauf geeinigt hatten. Das war aber auch zu lecker. Die Bar hat sich für ein Tiki-Konzept entschieden, was zu dem Dschungelflair und den Blick auf den Affenberg des Zoos hervorragend passt. Der Fokus liegt auf Rum und Gin. Das Gespräch mit dem Barteam war locker und sehr informativ. Eine entspannte und lockere Atmosphäre und das Versprechen wird auf jeden Fall gehalten.

Das war wirklich ein sehr lehrreiches und komplexes Wochenende in Berlin mit einer fantastischen Bar-Entdeckung, leckeren Kaffeespezialitäten und Pasteis de nata.

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