Erweiterung des Barhorizonts

Erweiterung des Barhorizonts

Die Schwarze Traube wollte ich schon etliche Male besuchen, „Trauben sind edle, königliche Früchte, die Farbe schwarz steht für Mystik und eine gewisse Unklarheit – das alles soll die Neugier der Gäste wecken.“ Trotz leichtem Unwohlsein schleppte ich mich Richtung Kreuzberg. Hier empfing mich ein anderes Konzept an Bar. Kein üppiger Tresen und aufgebaute Spirituosen, dafür üppige Backsteinwände, goldene Tapeten und viele Details im gemütlichen trashigen Vintagestyle. Eine kleine eher familiäre Bar, klopfen und eintreten. Leider war der Worldclass Bartender Atalay Aktas selbst nicht da, aber das schreit nach einem erneuten Besuch. Es kommt mir nicht darauf an, dass die Bartender einen großen Namen haben müssen, aber aus meiner bisherigen Erfahrung hat sich gezeigt, dass sie den Bars erst das Leben eingehaucht haben und die Drinks einfach immer einen Ticken besser sind.

Es gibt keine Karte und die Bestellung erfolgt über eine Befragung nach der derzeitigen Laune, Vorlieben für Spirituosen und Abneigungen. Die Beratung war 1A. Ich schilderte meine vergangenen Abende und meinen derzeitigen Zustand und war mit einer „Gin Sour“ Variante mit viel frischem Ingwer bestens bedient. Ich saß am Ende des kleinen Tresen, lehnte mich gegen die Wand und beobachtete das Kommen und Gehen. Unendlich müde verließ ich Berlin und kehre sicherlich bald wieder zurück.

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