Erweiterung des Barhorizonts

Erweiterung des Barhorizonts

Das Motto dieser Barreise „Forgotten Drinks zum Vergessen“. Die Tage zuvor war ich bereits in Frankfurt unterwegs. Anlässlich des Endes meiner Karriere bei meinem Arbeitgeber zog ich aus, zwei neue Herausforderungen in Berlin zu erobern. Die Bar Immertreu und die Schwarze Traube, wie natürlich ein Besuch in meiner großen Liebe Buck & Breck.

Erster Anlaufpunkt war die Bar Immertreu, um mir getreu deren Leitspruch ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu lassen. Ich glaube, das Lächeln blieb mir den ganzen Abend lang im Gesicht fest zementiert. Überwältigt war ich nicht nur von der Spirituosenauswahl, sondern auch von der Kunst und den perfekten Gastgeberqualitäten der Bartender mit deren unaufdringlicher Aufmerksamkeit. Meine Drinks haben mich einfach nur fasziniert und begeistert. Ein perfekter Abend mit perfekten Drinks in einer angenehmen Atmosphäre, ach einfach galaktisch.

Ich fange aber erst einmal mit dem Betreten der Bar an, den hier empfing mich ein endlos langer Tresen mit einem Rückbuffet, welches keine Wünsche offen lässt. Hier reihen sich zahllose Flaschen an Rum, Gin und Whisk(e)ys entlang der Wand auf. Eine wahnsinnige Auswahl an Rye, Bourbon und Scotch, und ich war erst einmal erschlagen. Ich setzte mich in die Mitte der Bar gegenüber der Rye und Bourbons, hatte sofort Wasser und Nüsse vor mir stehen und schaute gespannt die Spirituosen an. Die Beratung des Bartenders war voller Fachwissen, ruhig und die Beschreibung der Aromen perfekt. Er empfahl mir einen „Mother in Law“ mit Noah’s Mill Bourbon. Der Drink war wunderbar komplex, schmackhaft und überraschte meine Geschmacksknospen immer wieder auf ein Neues. Er taute auch meine anfängliche Schüchternheit auf. Ich war schon lange nicht mehr so beeindruckt von einer Bar und der Kunst dahinter. So kam ich dann ins Gespräch mit der Barkoryphäe Ricardo Albrecht über Bars und Bartender. Als ich ihm erzählte, dass ein Besuch im Buck & Breck nur perfekt sei, wenn Goncalo anwesend ist, fragte er prompt bei ihm nach, ob er da sei. Ich beendete den Abend mit einer weiteren perfekten Empfehlung, einem rauchigen „Bobby Burns“. Zu erwähnen ist hier noch die lustige Barunterhaltung mit zwei Berliner Jungs, was ja eher untypisch für meine Barbesuche ist, aber einfach passend für diesen Abend. Viele Grüße an dieser Stelle 🙂

Das Buck & Breck ist eine Institution, aber wenn Goncalo nicht da ist, dann finde ich es nur halb so gut. Er selbst möchte das nicht hören, aber so ist das für mich. Tragisch ist nur, dass meine Abende dort meist sehr betrunken enden. Ob da wohl immer noch an der großen Kreidetafel „Gonçalo meu amor“ steht (OMG wie peinlich). Das war eine Menge an Cocktails diese Woche und starken Drinks am Abend. Daher blieb es leider nur bei einem Besuch an diesem Wochenende (vielleicht auch besser so).

Share This
error: Content is protected !!