Geschäftliches bzw. Geselliges Trinken

Geschäftliches bzw. Geselliges Trinken

Der Donnerstagabend startete im Lost in Grub Street. Ich hatte diesen Ort vorgeschlagen, da man hier am besten zu mehreren Personen unter einem offiziellen Anlass trinken kann. Sich gegenseitig aus den großen Bowlen zu bewirten, dabei ein paar der köstlichen Stullen verzehren, Wurst am Tisch selbst grillen, das schafft eine Lagerfeueratmosphäre. Zudem saßen wir auch noch in dem kleinen Separee in der Wand, welches zudem noch die Intimität unterstützte. Es gab Punch, die Short Drinks und pure Destillate. Der Barwagen wurde vorgefahren, neben dessen Hersteller ich mal in einer Bar in Frankfurt saß. Der Abend war meine erste Erfahrung mit mehreren Leuten etwas trinken zugehen. Ganz großes Kompliment an die Professionalität des Bartenders.

Eigentlich (!) sollte das kein so langer Abend werden …, aber es ging weiter in die Bar meisterschueler. Die Bar war mir aus Erzählungen und meiner kürzlichen Begegnung mit einem der Bartender bereits bekannt. Die langen Öffnungszeiten passten außerdem zu diesem Abend. Romantisch am Wasser gelegen handelt es sich hierbei im Grunde um eine Galerie mit integrierter Bar. Beim Eintreten steht man quasi schon direkt um die Bar herum. Ein großer weißer Block in der Mitte des Raumes mit vielen Flaschen. Da man sich um die Bar herum frei bewegen darf ist es sehr gut, dass die Bartender als solche unverkennbar die gleiche Uniform tragen. Schwarze Hemden mit roten Hosenträgern und Ärmelschonern. Es führen Treppen sowohl nach oben als auch noch in einen weiteren Raum nach unten. Durch den großen Spiegel an der Wand gegenüber der großen Fensterfront trinkt man quasi nie alleine, sondern hat immer sich selbst nochmal im Blick. Die Karte ist umfangreich und hier bekommt man im Grunde alles, aber auch ernste Drinks, wie ich das gerne mag.

Frisch aus England habe ich das Buch „The Tequila Ambassador“ mitgebracht bekommen. Das bereits vergriffene Buch wurde nochmal um 1.500 Exemplare ergänzt und eines davon befindet sich nun in meinem Besitz. Darauf gab es einen schönen Tequila. Gegen 4 Uhr saßen wir endlich im Taxi und wurden nacheinander abgeliefert. Das Schöne am hochwertigen Trinken ist der Morgen danach 🙂 Hier macht sich dann die Qualität sozusagen nicht bemerkbar.

Demnach ging es dann auch am nächsten Tag gleich munter weiter. Ein früherer Kollege war geschäftlich zu Besuch in Berlin. Wir hatten uns das letzte Mal vor einem Jahr getroffen und ich freute mich sehr. Wir schafften zunächst eine gute Grundlage im Chicago Williams BBQ und dann überlegte ich, welche Bar gut passen könnte. Meine Begleitung mag Rum sehr gerne, und da passte eigentlich auch die Bar meisterschueler sehr gut. Diese Bar ist unkompliziert, der Service ist gut und die Trinkauswahl ist nicht anstrengend für Barneulinge. Was uns gleich zu vier Drinks veranlasste. Ich hatte einen Boulevadier, versuchte einen Mother in Law, einen Sazerac und zum Abschluss eine Margarita. Bis auf den Mother in Law waren die Drinks sehr gut. Da fehlte der richtige Bourbon zum Transportieren des Geschmacks und die Süße war mir zu dominant. Es war aber ein sehr schöner Abend und ich verabschiedete mich etwas traurig von meinem Kollegen. Ein kleiner Spaziergang durch die Nacht führte mich ins Lost in Grub Street, wo ich mich in jener verlor.

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