Gin & Rum

Gin & Rum

Heute machte ich mich auf den Weg in die Bar The Gin Joint. Der Name lässt schon vermuten, dass man hier hauptsächlich Gin serviert. Ich fand die Bar auf Anhieb und war überrascht wie klein sie war. An der Bar selbst befinden sich drei Barhocker und man schaut auf ein großes Regal, das an Omas Küchenschrank erinnert, mit schönen alten Fliesen dahinter. Im Schrank werden so um die 100 Gins sein, ein wenig andere Spirituosen findet man auch, aber es wäre schade, wenn man sich nicht der Hauptspirituose zuwendet. Die neue Karte gibt es seit dem ersten Dezember und ist zum Aufklappen. Man findet Gin & Tonic Variationen, Negronis und weitere Cocktails untermalt mit ein paar Zeichnungen.

Es war kurz vor 19 Uhr und ich nahm auf einem der drei Barhocker Platz. Es waren nur ein paar weitere Gäste anwesend, die entlang der Fensterreihe saßen. Die Fenster waren nach oben hin geöffnet, so dass man den Blick in die Passage hatte, und auch von der Außenseite Platz nehmen konnte.

Hinter der Bar empfingen mich ein Bartender und eine hübsche Barmaid, beide in karierten Barjacken. Ich bekam ein großes Wasser serviert und die Karte. An den Bars befinden sich eigene Wasserspender, was ich sehr chic finde. Das Wasser selbst schmeckt immer etwas nach Chlor. Ich schaue mich um und finde viele lustige Statements zum Thema Gin und viele viele Flaschen und Gläser. Auf den ersten Blick wirkt es etwas vollgepackt und leicht angestaubt, aber hier muss auch viel verstaut werden. Ich bestellte einen „Titonic“, also einen Martin Miller’s Dry Gin mediterran angehaucht, eher erfrischend. Serviert wurde im Pokal und die Eiswürfel zurecht gepickelt. Jeder G&T wird hier liebevoll und sehr aufmerksam zubereitet. Ich beobachtete das Treiben und Vorbereiten der Nacht, bekam mittlerweile auch ein paar Knabbereien hingestellt und wippte mit dem Fuß zur Jazzmusik. Da saß ich mal wieder an einer Bar, in einem eigenen Kosmos und genoss die Zeit.

Nachdem ich meinen Drink beendet hatte, fragte ich die hübsche Bardame, ohne welchen Drink ich diese Bar nicht verlassen sollte. Sie war etwas irritiert und ich erzählte ihr von meinem „Reiseprogramm“. Neugierig hatte ich beiden schon einige Fragen gestellt und Antworten lagen in Ginkostproben und dem Lieblingsdrink der Barmaid, einem „The Fragrant Sour“ mit Aphrodite Bitters. Zum Abschied bekam ich noch ein paar Ansteckbuttons geschenkt. Hier begegnete mir schon wieder eine ausgezeichnete Gastfreundschaft und ein schöner Ort für Ginliebhaber.

Montag abends gibt es Livemusik im Baba Au Rum. Ich spazierte demnach ein paar Straßen weiter ins Baba Au Rum. Ich glaube, dass die Aphrodite Bitters daran Schuld waren, dass der Polizist, den ich nach dem Weg fragte, mich im Gegenzug nach meiner Telefonnummer fragte. Da muss ich gerade beim Schreiben echt den Kopf schütteln. Also weiter ins Baba, eine der ersten Bars hier in Athen übrigens. Es ist schon gut gefüllt und Thanos selbst hinter der Bar. Hier tragen die Jungs schwarze Schürzen. Er begrüßt mich und stellt mir einen Espresso hin. Es folgt ein Rum Old Fashioned, ein weiterer Sour gezaubert von Elias. Die Musik ist sehr „beswingt“ und der Laden echt voll. Die Atmosphäre ist super, die Unterhaltungen interessant, ich hatte einfach nur Spaß, und finde diese Bar grandios. Für den nächsten Tag bekomme ich noch ein paar Tipps bezüglich Cafés und zwar die mit den leidenschaftlichen Baristas. Der Abend wurde dann etwas länger als geplant, man muss sich manchmal einfach wieder nüchtern trinken, und ich huschte vorbei an schlafenden Hunden durch die Straßen zurück ins Hotel.

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