Go Chug Yourself …

Go Chug Yourself …

oder ein weiteres Kapitel in meiner Barstalker Karriere.

Eine geschäftliche Schulung hat mich zwei Nächte nach Hamburg verschlagen. Auf dem Programm stehen The Chug Club, die neue Bar von Bettina Kupsa, eventuell das Kleine Phi und selbstverständlich das Le Lion. Am liebsten jeden Abend, aber das werde ich „trinktechnisch“ nicht durchhalten. Umso mehr freue ich mich über das Konzept von Betty, die mit dem Chug eine neue Drink-Kategorie ins Leben gerufen hat. Hier hat man die Möglichkeit mehrere kleinere Drinks zu probieren. Tequila ist eine Liebe der Barbesitzerin und ich freue mich auf spannende Drinks damit. Daher steht auch das Kleine Phi auf meiner Besuchsliste, die sich dem mexikanischen Brand verschrieben haben.

Kurz nach 18 Uhr machte ich mich auf den Weg nach St. Pauli, um früh im Chug Club zu sein und einen Platz an der Bar zu ergattern. Als ich um die Ecke kam, leuchtete mir der Eingang der Bar schon entgegen. Die Scheiben sehen wie bunte Kirchenfenster aus und beim Betreten der Bar machte sich ein heiliges Gefühl breit. Dunkles Holz, rote Wände, schöne Details. Ich blätterte durch die goldene Karte und konnte mich gar nicht entscheiden, aber das braucht man bei der Größe der Drinks auch nicht, man probiert einfach alles. Zu meiner großen Freude war Betty anwesend und hinter der Bar Paola, die als Newcomerin für den Mixology Award auf der Shortliste zu finden ist. Ich wählte auf der Karte das Chug Menü, fünf aufeinander abgestimmte Chugs mit einem Zwibie, also Zwischenbier. Ich startete mit Gin, gefolgt von Tequila und dann wurde mein Menü für ein paar Stündchen unterbrochen.

Ich hatte Betty angesprochen und mich ihr in Erinnerung gerufen. Als ich um die Ecke kam, sah ich vor dem Eingang der Bar ein bekanntes Gesicht und hier beginnt nun die „Barstalkergeschichte“. Als ich nämlich Betty fragte, ob ich hier gerade tatsächlich einen bekannten Bartender aus Köln gesehen habe, da nahm sie mich mit nach draußen und stellte mich nebenan in eine weitere kleine Bar. Das bekannte Gesicht bestätigte sich und es waren noch andere überraschende Gäste dort. Eigentlich wollte ich nur die neue Bar von Betty besuchen. Anstelle dessen outete ich mich als „Barstalker“ vor einem prominenten Publikum. Wobei meine Vorstellung eines Barstalkers wohlwollend gemeint ist. Für mich recherchiert ein Barstalker über Bars, Barbesitzer, Bartender, Spirituosen, News aus der Szene und zapft dabei mehrere Quellen an. Die Nächte in Bars zu verbringen und feinste Drinks zu konsumieren ist meine große Leidenschaft und da gilt es auch informiert zu sein. Ich hatte an diesem Abend Gelegenheit meine Leidenschaft und meinen Respekt der Barzunft mitzuteilen. Es war großartig, dass ich hier auf offene Ohren und Interesse stieß. Der Abend endete mit der Fortführung meines Chug Menüs wieder in den Räumen der Chug Bar zu später Stunde.

Vielen Dank für diesen wundervollen Abend. Ansonsten drücke ich die Daumen für den Mixology Bar Award.

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