Hamburg ohne Barbesuch – diesmal nicht

Hamburg ohne Barbesuch – diesmal nicht

Ich bin mal wieder zu Besuch in Hamburg und ein Besuch im Löwen muss diesmal sein. Die Nachricht, dass Herr Kappes nicht mehr lange dort hinter der Bar steht hat sich mittlerweile verbreitet, und ich wollte mein Bedauern persönlich kundtun. Und natürlich noch einen letzten Greenpoint genießen. Außerdem besuchte ich eine Freundin, die bisher immer nur von meinen Barerlebnissen gehört hatte, aber tatsächlich noch nie in einer klassischen Bar war.

An einem Samstag war ich noch nie im Le Lion und hatte schon eine Ahnung, dass es sehr voll und komplett ausgebucht sein könnte. Dem war auch so, aberich hatte zuvor glücklicherweise bei Herrn Kappes angefragt, ob es nicht ein klitzekleines PlätzchZum Abschieden gäbe. Wir standen zunächst einen Drink lang an die Wand gelehnt, beobachteten das emsige Treiben und hoffte n auf einen Platz an der Bar. Das Warten hatte sich gelohnt und wir wurden mit dem besten Platz an der Bar belohnt. Trotz der zahlreichen Bons kümmerte sich Herr Kappes um uns, eben ein perfekter Gastgeber. Ich trank noch einen Boulevardier, den ich auch sehr gerne mag und der wirklich ausgezeichnet ausbalanciert war. Zum Abschied gab es ein Gläschen Champagner, womit wir auf Herrn Kappes anstießen. Tja, und dann befanden wir uns in der Kühle und Stille der Nacht auf dem Weg nach Hause.

The Chug ClubQuasi um die Ecke vom neuen zu Hause meiner Begleitung befindet sich The Chug Club. Hier war ich das erste Mal im September letzten Jahres und hatte einen wundervollen Abend. Betty ist nicht nur eine tolle Gastgeberin, sondern auch eine beeindruckende Frau und ich mag ihre ehrlichen Worte. Das Konzept der Bar mit den kleinen Chugs fand ich eigentlich eine gute Idee für meine Einführung in die Barwelt und so beschlossen wir spontan, den Abend noch in St. Pauli weiterzuführen. Das war eine großartige Idee, denn wir hatten eine Menge Spaß und geschmackliche Variationen. An der Bar waren noch zwei Plätze und ich bestellte sofort zweimal das Menü. Neben mir saß ein sehr unterhaltsamer Herr, der mich an jemanden erinnerte, aber er wollte keine konkrete Auskunft zu seiner Person geben. Eigentlich wollte er nur eine Zigarette von uns. Völlig irritiert starrte ich ihn an, als er uns kosmetische Tipps gab. Harnstoff zur Reinigung des Gesichtes, natürlich aus Eigenproduktion. Meine Güte, was manche so erzählen, unglaublich. Auf jeden Fall hatten wir eine Menge Spaß und lachten auf dem gesamten Heimweg.

Das war eine tolle Einführung für meine Begleitung. Eine schöne klassische Bar mit dem entsprechenden Publikum und etwas Außergewöhnliches mit der Reise durch Mexiko. Hier nochmal das Konzept auf einen Blick.

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