Hedonismus in Amsterdam

Hedonismus in Amsterdam

Die Meinungen über das Door 74 gehen auseinander und dementsprechend war ich schon sehr gespannt. Die Telefonnummer zum Reservieren ist ab 9 Uhr erreichbar, und so rief ich natürlich, noch bevor ich mich auf den Weg nach Amsterdam machte, an. Man wird nach der präferierten Zeit gefragt, wie viele Personen kommen und wo man gerne sitzen möchte. Die Zeit war mir völlig egal, nur an der Bar musste es sein. Meine Ansage ist dem Barmanager im Gedächtnis geblieben, denn „anytime, but at the bar“ fand er witzig. Gegen Nachmittag erhielt ich dann die SMS, dass ich um 21 Uhr da sein sollte.

Zuvor machte ich noch einen Abstecher in die Bar Dvars, die mir der Barmanager der Bar Gekkos empfohlen hatte. Sie erinnerten sich auch an ihn und ich durfte mir die Bar genauer anschauen. Es handelt sich eher um einen Club, mit vielen Sitzplätzen und einer sehr großen Bar. Das entspricht eher nicht meinen Geschmack, daher kehrte ich auch nicht zurück.

Pünktlich um 21 Uhr stand ich vor der Tür der Hausnummer 74 und klingelte. Ich wurde mit dem Namen begrüßt, mir wurde die Garderobe abgenommen und ich trat hinein in die Barwelt. Es empfing mich ein gemütlicher und dunkler Raum mit vielen Designelementen, wie die Lampen über der Bar und die glänzende Decke. Ich nahm an der Bar Platz und mein Host des Abends und Headbartender Timo unterhielt mich bis in die Morgenstunden. Wasser, Oliven und Knabbereien waren auf magische Weise immer nachgefüllt. Ein perfekter Service. Die Karte eine wahre Pracht, und ich startete mit einem leichteren Drink. Dattelinfusionierter weißer Rum mit Salbei und frischem Grapefruitsaft. Weiter ging es mit Genever. Ein äußerst schmackhafter Martinez mit Genever, wow. Den Abschluss machte ein Old Fashioned mit Austernpilz infusioniertem Whiskey, das war mal ein Geschmackserlebnis. Das Klackern des Eises in den Shakers, das dezente Licht, die gut balancierten Drinks, dies Alles hat mich gefangen genommen und ich verbrachte einen meiner wunderbaren Barabende. Dieser endete gemeinsam mit den Bartendern, ZAD, dem Manager einer Metal- und Bikerbar im Rotlichtviertel, und dem Verspeisen einer belgischen Walnusssalami.

Meine Meinung zum Door 74 konnte ich mir nun selbst bilden und ich bin begeistert und kehre bald zurück. Eine neue Lieblingsbar auf meiner Liste. Ich kann mich hier nur selbst zitieren „es gibt mittlerweile viele Lieblingsbars, die alle zu ihrer Zeit für mich einzigartig waren und sind“.

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