Letzte Nacht in Thessaloniki

Letzte Nacht in Thessaloniki

Der Tag startete gemütlich mit Ausschlafen, frühstücken und leider auch mit dem Packen des Koffers. Gegen Nachmittag machte ich einen kleinen Spaziergang entlang der Uferpromenade. Ziel war ein Restaurant, das Spezialitäten aus Kreta zubereitet. Hier traf ich wieder auf das Baba Team und auch auf Dimitris aus dem Kolokotroni 9, der die beste Aviation Variante macht und ursprünglich aus Kreta kommt. Es gab wieder Leckereien wie gebratene Leber, Fleischklöpse in Tomatensoße, leckere Nudeln, Hühnchen usw. Aus der Erfahrung des Vortages probierte ich immer nur ein wenig. Das Essen in Griechenland gefällt mir sehr gut, zumal ich bei dieser Reise auch in den Genuss des gesellschaftlichen Essens kam. Ich genieße es alleine in eine Bar zu gehen, aber nicht alleine essen zu gehen.

Eigentlich wollte ich mich für den letzten Abend noch umziehen und hübsch machen, aber ich folgte T. und D. auf das Dach eines Hochhauses mit einem herrlichen Blick über Thessaloniki. Dort oben gibt es neben der Aussicht noch einen kleinen Plattenladen. Der Blick nach unten fiel direkt auf die Lokation des Baba Au Rum. Hier sah ich dann auch schon Alexander Sourbatis ankommen, der eine Gastschicht in der Pop Up Bar hatte. Zeit zum Umziehen wollte ich mir nicht mehr nehmen und so machten wir uns auf den Weg nach unten und hinein ins Barvergnügen.

In Thessaloniki wurde gestreikt und daher gingen keine Flüge zurück. Das bedeutete, dass auch Alex Kratena noch da war. Er fand sich auch ein paar Stunden später ein und ich konnte ihn gleich wieder „bestalkern“. Der Tag war warm und schwül und ich fühlte mich wie in einer Bar auf Kuba. Die Musik passte, die Drinks passten und auch die Hitze. Der Alkohol wirkte schneller als sonst. Ich hatte die Möglichkeit den Facundo Paraiso XA Rum zu probieren, der eine schöne Cognacnote hat. Als ich N. suchte, da fand ich ihn vor dem Pizzaladen sitzend. Diese Pizza hatte ich das letzte Mal schon probiert und sie schmeckte wieder ausgezeichnet. Im Grunde hätte ich noch weitermachen können, aber es war an der Zeit sich zu verabschieden.

Abschiede sind meist traurig, aber auch eine Liebeserklärung an die Zeit die ich verbringen durfte. Traurig lief ich die Straße hoch, dem Apartment entgegen, sicher zurückzukehren. Am nächsten Tag war der Streik zu Ende und ich flog Richtung Heimat zu einer Familienfeier, mit vielen neuen Plänen (und der Telefonnummer von Alex Kratena) im Gepäck.

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