Letzter Tag, letzte Nacht ✈

Letzter Tag, letzte Nacht ✈

Puh, ist das anstrengend. Eindrücke, Erlebnisse, Aufregung und viel Spirit(s). Es galt zunächst den Vorabend zu verarbeiten. Viel Schlaf, viel Wasser, Vitamine und perfekten Kaffee in The Underdog. Entspannt lauschte ich der 80er Elektromusik, und war beeindruckt von diesem Espresso Tonic, mit jedem Schluck erneut.

CV Distiller Letzte Bar auf der Liste ist CV Distiller, spezialisiert auf Whisky, meiner Lieblingsspirituose. Die Bar ist geräumig mit einem runden Tresen und Blick auf das Whiskysortiment. Flaschen von oben bis unten. Den Bartender hatte ich übrigens in Berlin bei der Gastschicht vom Baba au Rum getroffen. Auch hier wieder professioneller Service, entspannt ohne Allüren. Aus der Cocktailkarte wählte ich den „King’s Tailor“, einen Sazerac mit Metaxa. Süss, aber so langsam gewöhne ich mich daran 😉 Ausserdem wurde der Drink geworfen, was ich hier öfter erleben durfte. Auch im 42 wurde meine Bloody Mary Variante geworfen. Und ich finde das großartig.

Die heiligen Hallen befinden sich im Keller. Hier ist eine weitere Bar, die an Wochenenden offen ist. Hinter Gittern etliche Flaschen an Whisky und Raritäten. Beeindruckend und schön anzusehen. Weiter ging es oben mit purem Whiskygenuss. Ich probierte einen japanischen Whisky, den Suntory Kakubin, der mittlerweile nicht mehr erhältlich ist. Eher von der leichten Sorte. Ich bekam dazu zwei Löffel gereicht. Der eine mit einer Käsecreme mit Lemoncurd, der andere mit Fisch. Am Ende hatte ich drei Tellerchen, da der Alkohol wirkte. Ich bekam noch einen Old Pulteney 17 Jahre serviert, den ich mit dem Barteam verkostete. Aus diesem Haus hatte ich bisher noch nichts probiert und der Whisky schmeckte wie ein Kinoabend mit gebuttertem und gesalzenem Popcorn. Sehr lecker und sehr komplex.

Die Barjungs trugen Schürzen mit Schottenmuster und waren toll. Wir amüsierten uns dezent über einen schrägen Typen, der mich erfolglos ansprach und mir dann aber unbedingt seine Adresse und Nummer geben musste. Passiert zum Glück sehr selten in meinen ausgewählten Bars. Nach ein paar sensorischen Experimenten brach in dann auf.

Es war der letzte Abend und ich fuhr mit der Metro zurück Richtung Baba Au Rum. Mein absoluter Favorit. Die Drinks sind sehr fein abgestimmt, schöne Twist von Klassikern und aus der Tiki Ära und alles andere habe ich mehrfach erwähnt. Eigentlich wollte ich ja die Karte komplett probieren, aber leider bin ich etwas „limitiert“ in der Aufnahme von Alkohol. Ich bekam als erstes den „Ray Barientos“ serviert. Erfrischend weihnachtlich. Ich stellte mich zu einer Gruppe von vier Mädels, die neugierig meine Drinks betrachteten und den aufmerksamen Service. Es folgte eine nette Unterhaltung und für mich noch einen „Bohemian like you“. Es war an der Zeit Abschied zu nehmen. Als ich nach der Rechnung fragte, da waren es wieder 10 Euro. Das war schon wieder ein super Happy Hour Preis. Das Erlebnis selbst unbezahlbar und ich bin so froh nach Athen gereist zu sein. Diese Bar hat Geschichte geschrieben und leider ist das „Handcrafted“ Buch nicht mehr verfügbar.

Das Bildmaterial und die Berichte werden etwas dürftiger und eigentlich hatte ich auch genügend getrunken. Eigentlich ist mit Vorsicht zu genießen. Die Bar Kolokotroni 9 wartete noch auf einen Besuch, und wenn ich auch nochmal gerne in das Clumsies gegangen wäre, so sind mir die kleinen Bars viel lieber. Vor allem Bars mit Herz und Seele. Hier schlägt das karibische Herz und ein Rum Old Fashioned bildete den Abschluss meiner Drinks. Zwei kleine Rum das Ende der Bar Reise.

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