Mädelsabend im Pauly Saal mit leckerem Barfood

Mädelsabend im Pauly Saal mit leckerem Barfood

Wir spazierten ein wenig durch Mitte, als uns die Lust auf einen leckeren Drink überkam. Es war kein Barabend geplant, die Kleidung war demnach lässig und eine genaue Vorstellung was es sein sollte hatten wir auch nicht. Da fiel mir aber ein, dass ich bei meinem letzten Ausflug zu „Mogg & Melzer“ das Spirituosenregal der Bar des Restaurants „Pauly Saal“ von der Straße aus gesehen hatte. Mir hat sofort die grüne Wandfarbe gefallen und auch die Auswahl der Flaschen ist für ein Restaurant ordentlich. Wir bogen um die Ecke und betraten die alte jüdische Mädchenschule. Es war noch ruhig und ausreichend Platz an der Bar. Die Musik war zunächst sehr gut, schwächelte dann aber im Laufe des Abends. Das lag wohl dann auch an dem Publikum, das vom Alter her sehr durchmischt war, aber durchgängig schicker war. Ich kam mir etwas „underdressed“ vor, aber die saßen alle hinter mir, von daher habe ich mich daran nicht weiter gestört.

Ein Aha-Erlebnis hatte ich als ich mich an der Bar auf den Barhocker schwang und die Arme sehr bequem auf der Theke ablegen konnte. Sitzgefühl einwandfrei. Die Bar an sich hat so ca. 6 Plätze. Ansonsten gibt es gemütliche cognacfarbene Lederbänke und Hocker, eine beruhigende und edle grüne Wandfarbe, Bilder, ein wenig Deko und einen großen Perserteppich im Lounge Bereich. Ich würde den Stil in Richtung englischer Gentlemens Club der 20er oder 30er einordnen, nur nicht so schwer und verraucht.

Die Karte an sich ist nicht besonders spektakulär gestaltet und übersichtlich sortiert. Das Bar Food stach zuerst ins Auge, dann folgten die Drinks. Da ich mich in einer Restaurant Bar befand, waren hier meine Ansprüche nicht so hoch.

Fokus des Abends lag auf Mädelsplausch mit leichteren Drink und ein paar Leckereien dazu.

Die Snacks waren hervorragend. Warmes Brot, alter Käse in stattlicher Menge und leckerer Aufstrich befand sich vor uns. Die Drinks dazu waren völlig in Ordnung und der Bartender gab sich wirklich Mühe passende Drinks für mich zu finden. Ich bin da nun etwas verwöhnt und war ein bisschen erstaunt, als ich in dem „Mother in Law“ meiner Sitznachbarin Eis erblickte. Vielleicht hatte ich mich aber auch verhört. Aufgefallen ist mir nur, dass die klassischen Rezepte der Drinks im Smartphone nachgeschlagen wurden und auf Nachfrage erfuhr ich, dass dies alle Bartender so tun. Nun ja, ich hatte eine „Captain Kidd“ Longdrink, der sehr erfrischend war. S. hatte einen „Between the Sheets“. Man merkt, dass die Drinks an die Gäste des Restaurants angepasst sind, aber ich hatte hier auch keine klassische Cocktailbar erwartet. Danach folgten zwei „Martinez“, die mit Genever und sehr klassisch zubereitet waren. Zum Abschluss nahm ich einen Mezcal Drink, mit Creme de Cacao, Lime, Orange Bitters und ein mit Absinth ausgeschwenktes Glas. Das hat mir sehr gut gefallen hat.

Der Abend an sich war ein schönes Erlebnis, die Drinks angenehm, das Essen sehr lecker und der Platz an der Bar äußerst komfortabel. Der Service war sehr gut, wir hatten ausreichend und ständig Wasser, auf unsere Wünsche wurde eingegangen und wir hatten einen tollen Abend.

 

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