Neben Herrn Schumann sitzend

Neben Herrn Schumann sitzend

Charles Schumann und nochmal Charles Schumann!!!

Ich sah weisses nach hinten gegeltes Haar am Eingang aufblitzen und hatte eine Ahnung. OMG Herr Schumann in voller Pracht, ich reagierte sofort mit erhöhtem Puls und großer Hektik. Da war mir gar nix mehr peinlich und ich stürzte zu ihm. Als ich ihn letztes Jahr das erste Mal sah, da verfiel ich in eine Schockstarre, dieses mal ergoss sich mein Redeschwall über ihn. Als er neben mir Platz nahm und mir auch noch seinen Drink anbot, da war einfach alles perfekt. Was mir in dieser Bar so alles passiert. Verrückt und leicht surreal, denn das war nicht die einzige überraschende Begebenheit, was eine sehr lange Nacht und ein früher Morgen, der mit einer deftigen Suppe endete, zur Folge hatte.

Jetzt aber von vorne. Ich zog, etwas später als geplant aus, um auf dem Mixology Market die Verleihung der Awards zu sehen. Letztes Jahr hatte ich mir die Verleihung gegönnt, aber dieses eine Mal reichte mir vollkommen aus. Die lange Schlange versprach spannendes. Ich verfolgte den Livestream bereits auf meinem Handy und dann auf der Leinwand. Weder die Verleihung noch der Market packten mich.

So folgte ich der Einladung meiner neuen Bekanntschaft vom Vorabend in den Lebensstern. Das ist eine tolle Bar, die mich aber nie so wirklich gepackt hat. Das liegt vor allem an dem ständigen Wechsel des Barteams. Zwei Gläschen Champagner, Wiedersehen mit den griechischen Barleuten, der Besuch war kurz und knackig.

Zwischenzeitlich wurde die Bar des Jahres das Seibert’s, und nicht das Immertreu. Da ich extra meinen rosa Taftrock angezogen hatte pilgerte ich trotz Müdigkeit dorthin. Ich fand sogar ein Plätzchen an der Bar, welches mir widerwillig von den Gästen, die den Stuhl als Garderobe missbrauchten, freigeräumt wurde. Ich bestellte einen einfachen Gin & Tonic, da es wirklich sehr voll war. Trotz des Andrangs bereiteten die Jungs Drinks zu, das hatte ich letztes Jahr bei anderen Bars anders erlebt. Zuverlässigkeit, Beständigkeit und Bescheidenheit sind meine Hauptkriterien einer Bar. Es trudelten immer mehr bekannte Gesichter ein, auch Herr Seibert selbst. Leider hatte ich es bisher noch nicht nach Köln geschafft. Und dann erschien Herr Schumann.

Stalkerbild des Abends: Herrn Schumanns Sazerac

 

 

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