Paradies Bar – Lokal Regional Genial

Paradies Bar – Lokal  Regional  Genial

Jetzt wissen wir schon mal wie die Mannheimer Trinken lernen, aber wie bringt man den Pfälzern die Cocktailkultur näher. Der Pfälzer nimmt den Wein schon mit der Muttermilch auf und die Winzer aus der Region sind wahre Künstler.

Ganz einfach, der Wein übernimmt die tragende Rolle im Cocktail.

Verantwortlich für das Konzept ist Kai Dietrich, den man auch hinter der Paradies Bar findet. Im letzten Monat habe ich bereits über die Eröffnung der Paradies Bar in Deidesheim erzählt. Deidesheim ist kein unbekanntes Dörfchen. Es ist jedem deshalb schon bekannt, weil hier Altkanzler Helmut Kohl im Restaurant „Schwarzer Hahn“ seinen Saumagen verzehrte. Im Zuge meines Besuchs in der Heimat war es nun an der Zeit mir mein eigenes Bild über diese Bar zu machen. Ich kann aber schon mal sagen, dass mein Bruder mir das genauso geschildert hatte, wie ich es auch vorfand. Die Gastfreundschaft konnte ich allerdings persönlich erfahren. Ich habe Kai sofort ins Herz geschlossen, er ist ein wirklich aufmerksamer und herzlicher Gastgeber, und trägt außerdem eine Schumann’s Barjacke in schwarz.

Ein neues und sehr ungewohntes Erlebnis war definit bei Tageslicht in einer Bar zu sitzen. Die Bar befindet sich unter freiem Himmel. Es war ein traumhafter Sommertag und perfekt für einen Ausflug in die Pfalz. Das „Paradies“ liegt etwas versteckt im Garten einer Villa. Ich setzte mich direkt an die Bar mit Blick auf die Spirituosen aus der Region. Aus der Gegend kommen nicht nur fantastische Weine, sondern auch einige hochgeistige Produkte.

Als ersten Drink wurde mir der Cocktail „Marie“ empfohlen. Die Basis bildet ein Riesling mit einer Portion Ferdinands Quitten Gin, gesüßt mit Quitten-Honig-Sirup, die Säure kommt von einem Verjus und am Ende sorgt ein perliger Riesling Sekt für die Erfrischung. Als Grundlage wählte ich ein Stück der leckeren Quiche. Die Drinks sind vom Alkoholgehalt erheblich leichter, so kann man im Sommer auch mal zwei bis drei der Kreationen kosten. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass mich Wein und Champagner viel schneller betrunken machen, als hochprozentige Spirituosen. Nichtsdestotrotz schlug ich die Kostproben des Schaumweins nicht aus. Was Schaumweine anbetrifft bin ich nicht besonders gebildet, aber der nach der Methode Rurale hergestellte, schmeckte sehr gut.

Wein ist auf jeden Fall eine Hauptzutat. Verjus dient als weitere Zutat der Drinks. Auch hier wird ein hochwertiges lokales Produkt eingesetzt, und verleiht den Cocktails eine würzige Säure. Ich wählte für meinen nächsten Drink den Revolte Rum als Basis. Zusammen mit Verjus, ein bisschen Süße aus Honig, wurde daraus ein leichter Daiquiri. Während ich am Glas nippte tauchte die Schnapsfee hinter dem Revolte Rum auf und nahm neben mir Platz. Ich hatte Felix Kaltenthaler am Tag zuvor kennengelernt. So nah kommt man normalerweisen den Herstellern nicht. Der Revolte Rum ist eine tolle Grundlage für Cocktails und feiert am Donnerstag seinen einjährigen Geburtstag in Mannheim. Wie gut, dass ich da noch in der Gegend bin 🙂

Mittlerweile wurde es dann auch schon dunkel. In der nächsten Woche bekommt die Bar übrigens ein Dach und dann kann man sich auch bei schlechterem Wetter in die Hände von Kai Dietrich begeben und erleben wie gut Wein mit „Branntwein“ funktioniert.

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