Salut! Bar

Salut! Bar

Weiter ging es am nächsten Tag mit einem Besuch in der Salut! Bar. Da wollte ich schon seit Ewigkeiten hin und hatte es bisher nie geschafft. Die Schaufenster und die Klingel hatten mich schon beim Vorbeigehen interessiert und nun war es soweit.

Ich zog den Hebel der Klingel an und die große schwarze Tür öffnete sich. Es war nicht voll, dunkle Beleuchtung, schwere Holzmöbel viele Art Déco Elemente, Backsteinmauer, kleine Sitzbereiche und etwas zu laute Musik. Wir nahmen an der Bar Platz und ich war etwas skeptisch. Das stufige Rückbuffet war schön bestückt, viele kleine Flaschen selbstgemachter Ingredienzien, ein kleines Negroni Fässchen, aber irgendwie etwas viel auf einmal. Die Augen mussten sich erst ausruhen und gewöhnen. Das geht am besten mit einem Blick auf die Karte. Diese ist aufgeteilt in verschiedene Trinkstärken wie z. B. Beginners only, Tipsy elegant, Slightly Rougher usw. Die Drinks lesen sich sehr schön und die hausgemachten Zutaten dominieren. Ich konnte mich nicht entscheiden, aber ich hatte Lust auf einen „Greenpoint“. Der Bartender nahm unsere Bestellungen auf, bereitete die Drinks zu und fragte nach. Wasser bekamen wir schon beim Hinsetzen und den ganzen Abend über aus einer Apothekerflasche serviert.

Eigentlich sollte das nur ein kurzer Feierabenddrink werden und so richtig sprang der Funke der Bar erst auch nicht über. Wir hatten wegen der Lautstärke etwas Probleme mit der Verständigung, aber wir wurden bestens unterhalten. Der Bartender war ein toller Gastgeber und wir blieben noch einen weiteren Drink. Ich ließ mir einen Rum Boulevadier gelagert empfehlen. Der war sehr weich und rund und schmackhaft. Die Unterhaltung ging weiter, über Bars, Spirituosen, Zutaten selbst kochen usw. Wir bekamen ein paar Kostproben und wir hatte wirklich viel Spaß. Ich schaute bei der Zubereitung einer Reihe von kleinen „Seelbachs“ zu, die dann plötzlich vor uns ihren Platz fanden. Da wir schon einen gewissen Level erreicht hatten, waren wir bereit für meinen Lieblings-Champagnercocktail. Einen weiteren Champagner schlugen wir allerdings aus.

Das war ein Abend, an dem ich wieder genau merkte, warum ich diese Barbesuche so liebe und was eine gute Bar tatsächlich ausmacht. Der Bartender war großartig, aufmerksam, fachkundig, wusste wann er mit uns sprechend soll und wann nicht, reichte wohldosierte Leckereien, war entspannt und professionell. Man merkte, dass ihm das Freude machte. Wir bedankten uns bei ihm und das war sicherlich nicht mein letzter Besuch, zumal ich nach Hause laufen kann. Das Publikum ist gemischt und eher unaufgeregt, die Musik wurde im Laufe des Abends auch besser.

Vielen Dank an meine Begleitung 🙂 Das war ein toller Abend und wir hatten viel Spaß und einen tiefen Schlaf.

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