The Trap – Tricky Bar?

The Trap – Tricky Bar?

Ein Besuch ist nicht immer ausreichend, um ein komplettes Bild zu erhalten. Abhängig vom Wochentag sind die Bars mal voller, mal leerer. Es war ein ruhiger Montagabend und nur wenige Gäste da. Die Bar hat schon ein paar Monate geöffnet, aber bei meinem letzten Besuch war es zu voll und dann habe ich es auch nicht mehr geschafft.

Die Bar The Trap befindet sich am Ende eines Ganges zwischen zwei Häusern. Es stehen kleine runde Tische und Stühle draußen, ein paar weitere finden sich im kleinen Innenraum. An der Kopfseite befindet sich der Bar Tresen. Gold und Messing sind die vorherrschenden Farben, der Stil erinnerte mich an Art déco, auf jeden Fall an etwas Französisches. An der Decke befinden sich Stuck und Malereien. Wir nahmen an der Bar Platz und ich musste aufpassen, dass ich nicht umkippte. Die Barhocker wirken nicht sehr stabil und stehen wackelig auf dem allerdings schönen Holzboden. Als ich nach den Haken unter der Bar suchte, da entdeckte ich an einigen Plätzen Steckdosen. Praktisch und hoffentlich nicht zu gefährlich.

Wasser und Karte wurden sofort gereicht. Der Bartender trug eine braune Barjacke, dezent und farblich passend. Die Karte ist übersichtlich mit acht interessanten Cocktails und zwei weiteren vom Zapfhahn. Nach den bottled-aged Cocktails haben nun immer mehr Bars Zapfhähne, aus denen Cocktails so schnell gezapft werden können wie Bier. Ich bestellte einen „Le Fou Gaston“. Die Mischung aus rauchigem, salzigem Whisky mit Sherry klang sehr vielversprechend. Meine Begleitung wählte den Drink „Beast“ mit einem PX Sherry abgerundet. Als die Getränke serviert wurden, da war ich doch etwas über die Wahl der Gläser erstaunt. Schaut man sich die Bilder an, dann sieht das eher nach einer Weinschorle und einem Whiskey Cola aus. Das geht meiner Meinung nach in einer Cocktailbar wirklich nicht. Zumal ich beim Blick über das Rückbuffet auch ein paar Tumbler entdeckte. Hierbei fiel mir auch das schöne Waschbecken an der Wand auf. Ansonsten hatte ich über diese Bar Gutes gehört und auch gelesen, daher war die Erwartung hoch und die Enttäuschung entsprechend größer. Es gibt sicherlich auch besser Tage hier. Zwischendurch gab es noch ein Schälchen mit Nüssen, das Wasser wurde nachgefüllt und der Bartender fragte, ob alles in Ordnung sei.

 Die Drinks waren leider nur interessant, aber verdienen auf jeden Fall bessere Gläser.

Ab Morgen gibt es allerdings eine neue sehr vielversprechende Karte und vielleicht wird dann auch die Musik etwas besser. Eine wilde Mischung aus Afrikanischen Klänge, Hip Hop und was auch immer passte genauso wenig wie die Gläser. Die Toiletten trösteten ein wenig, sie waren sauber, wohlriechend und mit üppigen goldenen Spiegeln ausgestattet.

Ich würde mal abschließend sagen: The Trap, ich bin dir nicht in die Falle gegangen.

 

 

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